Wenn wir das Plakat zum Fastenopfer betrachten, sehen wir zuerst ein Kreuz mit zwei Querbalken. Es besteht aus einem senkrechten Balken und zwei Querbalken, wobei der obere Balken kürzer ist als der untere. Der obere, kürzere Querbalken erinnert an die Inschriftentafel am Kreuz Jesu. Gemäss dem Evangelium liess Pontius Pilatus über dem Kreuz Jesu eine Tafel anbringen mit der Aufschrift INRI: Jesus von Nazareth, König der Juden. Was als Spott gedacht war, wird für uns Christen zu einem Bekenntnis des Glaubens. Denn am Kreuz erkennen wir: Der wahre König ist nicht der, der herrscht, sondern der, der liebt und sich hingibt.
Der längere Querbalken darunter erinnert an die ausgebreiteten Arme Jesu. Sie sind offen für alle Menschen – für Arme und Reiche, für Gesunde und Kranke, für alle, die Hoffnung suchen. Unter dem Kreuz sehen wir die gebrochene Hostie. Sie erinnert an das Brot der Eucharistie, an das Brot, das Jesus beim letzten Abendmahl gebrochen hat. Wenn das Brot gebrochen wird, wird es geteilt. Und genau darin liegt die Botschaft dieses Zeichens: Das Kreuz zeigt die Liebe Gottes, die Hostie zeigt das Brot, das geteilt wird. Beides gehört zusammen.
Wer Jesus nachfolgt, empfängt nicht nur das Brot des Lebens – er wird selbst eingeladen, Brot für andere zu werden. Darum steht dieses Zeichen auch für das Fastenopfer. Es erinnert uns daran, dass unser Glaube sichtbar wird wenn wir teilen, helfen und solidarisch sind. Das Kreuz führt uns zur Eucharistie. Die Eucharistie führt uns zu den Menschen. Denn wer das Brot Christi empfängt, ist gerufen, das Leben mit anderen zu teilen. So lädt uns dieses Zeichen ein:
Lasst uns teilen – damit andere leben können.